Medien: Katholischer Priester und sein Vater in Syrien getötet

Medien: Katholischer Priester und sein Vater in Syrien getötet

Ein Priester der armenischen katholischen Kirche und sein Vater sind laut Medienberichten am Montag in Syrien getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, wurden die Männer von Mitgliedern der Terrormiliz "Islamischer Staat" im Nordosten des Landes erschossen, als sie auf dem Weg nach Dair as-Saur waren, um der Restaurierung einer Kirche beizuwohnen. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Auf einem Video der kurdischen Nachrichtenseite Hawar News war am Montag ein Auto zu sehen mit einem Einschussloch in der Windschutzscheibe und einem Schild, auf dem in arabischer Sprache armenische katholische Kirche zu lesen ist. Nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija bekannte sich der IS zu der Tat.

Der Vorsitzende der Deutsch-Armenischen Gesellschaft, Raffi Kantian, sagte am Dienstag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass der türkische Einmarsch im Oktober in Nordsyrien für die Christen einen "Rückschlag" bedeutet. Solange die Kurden die Gebiete kontrolliert hätten, habe dort eine relative Sicherheit geherrscht. Jetzt witterten IS-Anhänger womöglich Morgenluft. "Die Verunsicherung ist groß und viele der armenischen Christen haben schon die Flucht in Richtung Aleppo ergriffen."

Die Türkei war vor etwa einem Monat in Nordsyrien einmarschiert, nachdem die USA den Abzug ihrer Truppen aus der Region angekündigt hatten. Die US-Streitkräfte und kurdische Einheiten hatten zusammen gegen die IS-Terrormiliz gekämpft. Die Türkei betrachtet die kurdischen Kräfte im Nordosten Syriens als Terroristen, die bekämpft werden müssen. Im Zuge des Syrien-Konflikts hatten kurdische Milizen die Kontrolle über das Gebiet gewonnen.

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