Fünf mutmaßliche Islamisten in Somalia hingerichtet

Fünf mutmaßliche Islamisten in Somalia hingerichtet

Im Norden Somalias sind fünf mutmaßliche Terroristen öffentlich hingerichtet worden. Das berichtete die Nachrichtenwebsite Garowe online am Freitag. Demnach waren die Männer im Alter zwischen 19 und 39 Jahren von einem Militärgericht in der Hafenstadt Boassaso für schuldig befunden worden, Dutzende Soldaten und Polizisten getötet zu haben. Ein Exekutionskommando erschoss sie demnach am Donnerstag.

Während vier der Hingerichteten der Al-Kaida-nahen Terrorgruppe Al-Shabaab angehört haben sollen, soll ein weiterer Verurteilter dem sogenannten Islamischen Staat die Treue geschworen haben. Beide Gruppen kämpfen in der halbautonomen Region Puntland im Norden Somalias gegeneinander und gegen den Staat.

Der Vorsitzende Richter des Militärgerichts, Awil Ahmed Farah, verteidigte die Verhängung der Todesstrafe. Es müsse klar sein, dass Terroristen hingerichtet würden, erklärte er nach dem Urteilsspruch vor Journalisten.

In Somalia wird die Todesstrafe vollstreckt. Verhängt wird sie vor allem von Militärgerichten, deren Verfahren laut Amnesty International rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht genügen. Im vergangenen Jahr wurden in Somalia nach Angaben der Menschenrechtsorganisation 13 Menschen hingerichtet, halb so viele wie im Vorjahr.

Die Todesstrafe ist völkerrechtlich geächtet, aber nicht verboten. Somalia hatte 2012 für eine Resolution der UN-Vollversammlung gestimmt, die ein Hinrichtungsmoratorium fordert.

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