Studie: Deutschlands Kita-Fachkräfte sind gut ausgebildet

Studie: Deutschlands Kita-Fachkräfte sind gut ausgebildet

Deutschlands Fachkräfte in der Kinderbetreuung sind laut einer Studie relativ gut für ihre Arbeit ausgebildet. Sie sehen aber Bedarf für mehr Weiterbildung, um speziellen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu gehöre etwa der Umgang mit Kindern mit besonderem Förderbedarf oder mit Kindern, die zu Hause kein oder kaum Deutsch sprechen, heißt es in einer am Freitag in Berlin vorgestellten internationalen OECD-Studie.

Während in Deutschland 97 Prozent der Ü3-Fachkräfte (für Kinder über drei Jahren) und 95 Prozent der U3-Fachkräfte (für Kinder unter drei Jahren) speziell für die Arbeit mit Kindern ausgebildet sind, ist dieser Anteil den Angaben zufolge in den acht anderen untersuchten Ländern geringer - mit 64 Prozent am geringsten in Island. Die Ausbildung, aber auch die Weiterbildung spiele für die Qualität der frühkindlichen Bildung eine wichtige Rolle, sagte OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher. Denn gut ausgebildete Fachkräfte wendeten eine größere Bandbreite von Methoden an, die die kindliche Entwicklung fördern.

Eine Mehrheit der Fachkräfte wünscht sich vor allem Weiterbildungsmaßnahmen für den Umgang mit Kindern, die einen fremdsprachlichen Hintergrund haben. In über 40 Prozent der Kitas in Deutschland haben laut der Studie mindestens elf Prozent der Kinder einen fremdsprachlichen Hintergrund. Das ist der höchste Wert im Vergleich der untersuchten Länder.

Gemeinsam ist allen neun untersuchten Ländern, dass frühkindliche Bildung noch immer eine Frauendomäne ist. Über 95 Prozent der Fachkräfte sind Frauen, diese Zahl gilt auch für Deutschland.

Ein ebenfalls länderübergreifendes Merkmal ist laut Studie die hohe Berufszufriedenheit unter den Fachkräften. In Deutschland sagen 93 Prozent der Ü3-Fachkräfte, sie seien insgesamt zufrieden. Zugleich ist aber nur rund ein Viertel mit dem Gehalt zufrieden, und nur 36 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrer Rolle gesellschaftlich anerkannt.

Für die Studie wurden etwa 15.000 pädagogische Fachkräfte sowie knapp 3.000 Leitungskräfte in Deutschland, Chile, Dänemark, Island, Israel, Japan, Korea, Norwegen und der Türkei befragt.

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