Unicef: Trotz Feuerpause in Syrien sind Zehntausende Kinder in Gefahr

Unicef: Trotz Feuerpause in Syrien sind Zehntausende Kinder in Gefahr

Trotz der angekündigten fünftägigen Feuerpause im nördlichen Syrien sind nach Einschätzung des UN-Kinderhilfswerks Unicef weiter Zehntausende Kinder in der Region in Gefahr. Über 160.000 Menschen seien seit Beginn der türkischen Militäroffensive in der vergangenen Woche bereits geflohen - darunter auch rund 70.000 Kinder, teilte das Deutsche Komitee für Unicef am Freitag in Köln mit. Viele Kinder seien schlecht ernährt, von Krankheiten bedroht und erschöpft. Vor dem heraufziehenden Winter müssten sie mit warmer Kleidung versorgt werden.

Unicef ruft die Konfliktparteien zum Schutz der Zivilbevölkerung auf, die Helfer müssten freien und sicheren Zugang erhalten. Die meisten Familien, die sich vor den Kämpfen in Sicherheit gebracht haben, sind von der Nordgrenze Syriens aus in Richtung Süden geflohen. Angesichts der unberechenbaren Lage rechnet Unicef mit weiteren Flüchtlingsbewegungen.

Das UN-Kinderhilfswerk organisiert mit seinen nationalen und internationalen Partnern Hilfe für die betroffenen Familien und ihre Kinder. In 33 improvisierten Notlagern in Schulen oder öffentlichen Gebäuden in den Bezirken Ar-Rakka und Al-Haskah versorgt es die Familien mit dem Nötigsten.

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