Opferbeauftragter Franke: "Terror-Opfer verdienen beste Versorgung"

Opferbeauftragter Franke: "Terror-Opfer verdienen beste Versorgung"

Der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke (SPD), will den Opfern des Anschlags von Halle schnelle Hilfe vermitteln. "Terror-Opfer verdienen die beste Versorgung", sagte Franke am Montag der Tageszeitung "Welt" (online). Er stehe allen Betroffenen als Ansprechpartner beiseite. Opfer des Anschlags können nach seinen Angaben Mittel aus dem Härtefallfonds des Bundes beantragen. Sie können darüber 30.000 Euro als Soforthilfe erhalten.

Ein schwer bewaffneter Mann hatte am Mittwoch vergangener Woche versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass er dort ein Blutbad anrichten wollte und sprechen von einem rechtsextremistischen und antisemitischen Motiv. Der Mann scheiterte an der Sicherheitstür der Synagoge und erschoss eine 40-jährige Passantin in direkter Nähe, später einen 20-Jährigen in einem wenige hundert Meter entfernten Döner-Imbiss in Halle. In Queis nahe Halle verletzte er zwei Menschen durch Schüsse.

Franke forderte, nach solchen Taten einen stärkeren Blick für die Opfer zu haben. "Wir müssen mehr über die Opfer solcher Terrorangriffe reden", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete. Zu lange habe man nur "den Täter" soziologisch betrachtet. Die Opfer dürften aber nicht vergessen werden. "Wir müssen alles dafür tun, dass sie gut wieder in ihr Leben zurückfinden. Dafür braucht es besondere Unterstützung", sagte Franke. Terroranschläge veränderten das normale Leben der Menschen völlig.

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