Papst spricht britischen Theologen Newman heilig

Papst spricht britischen Theologen Newman heilig

Papst Franziskus hat am Sonntag den britischen Theologen John Henry Newman (1801-1890) heiliggesprochen. Bei der feierlichen Messe auf dem römischen Petersplatz würdigte er den von der anglikanischen in die katholische Kirche übergetretenen späteren Kardinal als Beispiel für die von ihm geforderte "Heiligkeit des Alltags". Das Kirchenoberhaupt rief mit einem Zitat Newmans dazu auf, "zugänglich, freundlich, sanft, zuvorkommend, lauter, anspruchslos, wenig ungewöhnlich oder auffallend in seinem Benehmen" zu sein. Zugleich sprach Franziskus vier Frauen heilig.

Der britische Thronfolger Prinz Charles nannte Newman anlässlich der Heiligsprechung "einen der größten Theologen des 19. Jahrhunderts". In der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" würdigte er dessen "furchtlose Ehrlichkeit, schonungslose Strenge, und Originalität des Denkens". Newmans Vorbild, zu argumentieren ohne den Gegner anzuklagen, ohne Respektlosigkeit zu widersprechen, sei heute wichtiger denn je, unterstrich der 70-jährige Thronfolger. Seine Mutter, Königin Elisabeth II., ist das weltliche Oberhaupt der anglikanischen Staatskirche von England.

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