Merkel: Aus Worten dürfen keine Taten werden

Merkel: Aus Worten dürfen keine Taten werden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Synagogen-Anschlag von Halle zu Engagement gegen Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit aufgerufen. "Sehr oft kann es passieren, dass aus Worten Taten werden. Doch das muss unterbunden werden", sagte Merkel am Donnerstag beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg. "Hass, Rassismus und Antisemitismus dürfen keinen Platz in unserem Land haben", fügte sie hinzu. Neben der "Konsequenz des Rechtsstaates" brauche es dazu vielfältiges zivilgesellschaftliches Engagement.

"Wir sind froh über jede Synagoge, über jede jüdische Gemeinde und über all jüdisches Leben in unserem Land", sagte Merkel, die am Mittwochabend kurzfristig eine Solidaritätsveranstaltung an einer Berliner Synagoge besucht hatte. In Halle waren am Mittwoch während eines Gottesdienstes zum jüdischen Feiertag Jom Kippur in der Nähe der Synagoge zwei Menschen erschossen worden. Der Täter soll versucht haben, in die Synagoge einzudringen, was aber misslang. Am frühen Nachmittag wurde der Verdächtige Stephan B. festgenommen. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist von einem antisemitischen Motiv und einem rechtsextremistischen Hintergrund auszugehen.

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