Weltkongress: Schutz jüdischer Einrichtungen verbessern

Weltkongress: Schutz jüdischer Einrichtungen verbessern

Nach dem Angriff auf eine Synagoge in Halle dringt der Jüdische Weltkongress auf stärkere Sicherheitsvorkehrungen. Der staatliche Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland müsse verbessert werden, erklärte der Präsident des Weltkongresses, Ronald S. Lauder, am Mittwoch (Ortszeit) in New York. Zugleich bedürfe es eines geschlossenen Bündnisses gegen Neonazis und andere extremistische Gruppen.

Der Weltkongress sei dankbar für die Unterstützung der jüdischen Gemeinschaft durch den deutschen Staat. "Aber jetzt sind Taten und keine Worte gefragt", sagte Lauder.

Im sachsen-anhaltischen Halle waren am Mittwoch nach Polizeiangaben in der Nähe einer Synagoge zwei Menschen erschossen worden. Am frühen Nachmittag wurde ein Verdächtiger festgenommen. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist von einem antisemitischen Motiv und einem rechtsextremistischen Hintergrund auszugehen.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) deutete den Angriff auf die Synagoge in der Nacht zum Donnerstag in Genf als Anzeichen für wachsenden Antisemitismus in Europa und andernorts. ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit verurteilte die Tat und wandte sich gegen antisemitische sowie extremistische Ideologien.

epd kfr

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