Generalbundesanwalt ermittelt nach Schüssen in Sachsen-Anhalt

Generalbundesanwalt ermittelt nach Schüssen in Sachsen-Anhalt

Nach den tödlichen Schüssen in Halle (Sachsen-Anhalt) hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Hintergrund ist, dass es ausreichend Anhaltpunkte für einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund der Tat gibt, wie eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch bestätigte. Dafür sprächen die gesamten Umstände der Tat.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte: "Ich bin entsetzt über diese verabscheuenswürdige Tat. Es wurden durch sie nicht nur Menschen aus unserer Mitte gerissen, sie ist auch ein feiger Anschlag auf das friedliche Zusammenleben in unserem Land. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer."

Haseloff erreichte die Nachricht von der Tat bei einer Konferenz des Ausschusses der Regionen in Brüssel. Der Ministerpräsident wird die Veranstaltung zum Strukturwandel in den Kohleregionen verlassen und am Mittwochabend wieder in Sachsen-Anhalt erwartet.

In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen erschossen worden. Es fielen mehrere Schüsse, wie die Polizei mitteilte. Die mutmaßlichen Täter waren zunächst flüchtig. Es wurde mit Hochdruck nach ihnen gefahndet. Die Bevölkerung wurde gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben. Am frühen Nachmittag vermeldete die Polizei über Twitter die Festnahme einer Person. Ein Schusswechsel soll sich "in der Nähe einer Synagoge" ereignet haben. Die Polizei geht nach eigenen Angaben "von mehreren Tätern" aus.

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