"Marsch für das Leben" und Gegenproteste in Berlin

"Marsch für das Leben" und Gegenproteste in Berlin

Abtreibungsgegner und -befürworter haben für Samstag zu Demonstrationen in Berlin aufgerufen. Während der Bundesverband Lebensrecht einen "Marsch für das Leben" plant, zu dem mehrere Tausend Menschen aus ganz Deutschland erwartet werden, haben das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung sowie weitere Initiativen und Frauengruppen Kundgebungen und eine Demonstration in Berlin-Mitte angemeldet.

Zu dem "Marsch für das Leben" sind laut Polizei rund 7.500 Teilnehmer angemeldet. Start ist am Reichtagsgebäude, wo zum Abschluss auch ein ökumenischer Gottesdienst geplant ist. Erwartet werden dazu auch Vertreter der Kirchen. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach dem Schutz des ungeborenen Lebens.

Als Redner werden unter anderem der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Hans-Jörg Voigt (Hannover), der katholische Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) und der ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis erwartet, wie ein Sprecher des Bundesverbandes Lebensrecht mitteilte. Weitere Redner seien der ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, der CDU-Politiker Hubert Hüppe, sowie der langjährige Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb.

Unter dem Motto "Antifeminismus sabotieren - Abtreibung legalisieren" ist eine Demonstration für Samstagvormittag vom Rosenthaler Platz zum Washingtonplatz mit rund 1.000 Teilnehmern angemeldet. Zudem sind von Abtreibungsbefürwortern mindestens fünf Kundgebungen an verschiedenen Kreuzungen in Mitte angemeldet, unter anderen unter dem Motto "My body, my choice".

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