Missbrauchsurteil: Kardinal Pell legt erneut Berufung ein

Missbrauchsurteil: Kardinal Pell legt erneut Berufung ein

Der frühere Finanzchef des Vatikans, der australische Kardinal George Pell, hat erneut Rechtsmittel gegen seine Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs eingelegt. Der ehemalige Präfekt des vatikanischen Wirtschaftssekretariats stellte den Antrag auf Berufung am letzten Tag vor Ablauf der Frist beim Obersten Gericht des Landes in der Hauptstadt Canberra, wie die offizielle Internetseite Vaticannews am Dienstag meldete. Ein Berufungsgericht in Melbourne hatte einen früheren Antrag auf Berufung im August abgelehnt.

Pell war im Dezember von einem Geschworenengericht wegen Missbrauchs zweier Jungen schuldig gesprochen und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Seit Februar sitzt er in Haft. Der ehemalige "Finanzminister" des Vatikans hatte die Vorwürfe stets bestritten. Der Missbrauch an zwei Chorknaben im Alter von zwölf und 13 Jahren soll sich in Pells Zeit als Erzbischof von Melbourne Ende der 1990er Jahre ereignet haben.

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