Schulze und Müller wollen mehr Einsatz für Nachhaltigkeit

Schulze und Müller wollen mehr Einsatz für Nachhaltigkeit
Deutschland spricht 2019

Angesichts weltweit nachlassender Anstrengungen für die Umwelt und die Bekämpfung der Armut fordern Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein schnelles Umsteuern. Wenn die Menschheit weitermache wie bisher, gefährde sie ihre natürlichen Lebensgrundlagen, erklärte Schulze am Donnerstag in Berlin. Müller fügte hinzu: "Wir müssen unseren Lebensstil und unsere Form des Wirtschaftens grundlegend ändern."

Zuvor hatte ein Experten-Team der Vereinten Nationen Alarm geschlagen: Die Staatengemeinschaft läuft Gefahr, den Kampf gegen die extreme Armut zu verlieren. Das geht aus einem am Mittwochabend in New York vorgestellten Bericht über die UN-Nachhaltigkeitsziele hervor, die die Staatengemeinschaft bis 2030 erreichen soll. Einige der wesentlichen Ziele gerieten außer Reichweite, hieß es. Als Bremsfaktoren wurden der Klimawandel und die vielen Konflikte auf der Welt genannt.

Ein UN-Gipfel legte 2015 insgesamt 17 globale Ziele und 169 Unterziele fest. Neben der extremen Armut soll bis 2030 auch der Hunger vollständig überwunden werden. Ferner wurde die Bekämpfung der Müttersterblichkeit vereinbart, die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern, Energiesicherheit für alle Menschen und Zugang zu sauberem Wasser sowie die Schaffung einer globalen Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung. am 24. und 25. September soll auf einem UN-Gipfel in New York der aktuelle Stand beim Erreichen der Ziele erörtert werden.

epd mey/her et

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