Katholische Frauen für mehr weibliche Vorbilder in Führungspositionen

Katholische Frauen für mehr weibliche Vorbilder in Führungspositionen
Deutschland spricht 2019

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) fordert von Kirchen eine stärkere Förderung von weiblichen Führungskräften. "Viele hoch patente Frauen haben kirchlichen Arbeitgebern schon den Rücken gekehrt, weil sie nicht aufsteigen konnten oder den arbeitsrechtlichen Anforderungen der Kirchlichen Grundordnung nicht entsprochen haben", sagte die stellvertretende Verbandsvorsitzende Agnes Wuckelt der Online-Zeitung "Kirche+Leben" (Donnerstag) des Bistums Münster.

Wuckelt mahnte Personalentwicklungskonzepte für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Kirchliche Arbeitgeber sollten zudem den Kontakt zu Schul- und Universitäts-Absolventinnen suchen, um Vorbehalte abzubauen, empfahl die emeritierte Professorin für Praktische Theologie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Viele junge Menschen fürchteten eine Art "totale Kontrolle" durch kirchliche Arbeitgeber, "weil sie die Vorgaben des kirchlichen Arbeitsrechts überschätzen".

Wuckelt begrüßte den Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz, den Anteil von Frauen in Führungspositionen kirchlicher Institutionen in vier Jahren auf ein Drittel zu erhöhen. Er käme zwar etwas spät. Die Entscheidung zeige aber, "dass auch die Bischöfe die Notwendigkeit sehen, in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen", sagte die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende.

Die kfd ist mit 450.000 Frauen der nach eigenen Angaben größte katholische Frauenverband Deutschlands. Sie unterstützt die Fraueninitiative "Maria 2.0" für mehr Gleichberechtigung in der katholischen Kirche. Am 23. September startet in Fulda eine kfd-Aktionswoche, die sich für die Öffnung aller kirchlichen Ämter und Dienste für Frauen einsetzt.

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