Seenotrettung: Seehofer setzt auf Italien, Frankreich und Malta

Seenotrettung: Seehofer setzt auf Italien, Frankreich und Malta

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will in der kommenden Woche in Berlin mit der neuen italienischen Innenministerin Luciana Lamorgese über das weitere Vorgehen bei der Seenotrettung im Mittelmeer beraten. Seehofer sagte am Donnerstag im Bundestag, es gehe darum, Menschen zu retten, ohne neue Anreize für Schleuser zu schaffen. "Ich denke, wir müssen nicht darüber diskutieren, dass wir Menschen vor dem Ertrinken retten", sagte Seehofer.

Er setze insbesondere auf die Zusammenarbeit mit Italien, Frankreich und Malta, erklärte Seehofer. Gemeinsam mit diesen Ländern wolle Deutschland einen Vorschlag für den EU-Rat zu erarbeiten. Europa brauche dringend eine gemeinsame Asylpolitik.

Als EU-Grenzstaat, in dem vor allem viele Flüchtlinge aus Afrika über das Mittelmeer ankommen, spielt Italien eine wichtige Rolle in der Flüchtlingspolitik. Lamorgeses Amtsvorgänger Matteo Salvini von der rechten Partei Lega hatte regelmäßig Rettungsschiffen die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Einige EU-Staaten wie Deutschland setzen sich für einen Verteilmechanismus für Gerettete ein, um die Schwierigkeiten für Seenotretter zu beenden. In der Vergangenheit mussten sie teilweise wochenlang ausharren, bis sie einen Hafen ansteuern konnten.

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