Hilfswerk fordert psychologische Hilfe für Kinder in Kriegsgebieten

Hilfswerk fordert psychologische Hilfe für Kinder in Kriegsgebieten

Die Hilfsorganisation "Save the Children" fordert psychologische Hilfen für Kinder in Konfliktgebieten und auf der Flucht. Weltweit benötigten mehr als 24 Millionen Jungen und Mädchen, die extremen seelischen Belastungen ausgesetzt seien, professionelle Unterstützung, erklärte das Hilfswerk am Dienstag in Berlin mit Blick auf die am 17. September beginnende UN-Vollversammlung in New York.

Regierungen, Konfliktparteien und Geber müssten den Schutz von Kindern und deren seelische Gesundheit ernst nehmen. Der Krieg gegen Kinder müsse aufhören, betonte Susanna Krüger, Vorstandsvorsitzende von "Save the Children" Deutschland. "Wir fordern die Staaten auf der UN-Vollversammlung, sowie alle Konfliktparteien auf, internationale Kinderschutzregeln einzuhalten - und mehr Geld dafür bereitzustellen, damit sich Kinder von Konflikten erholen können."

Zwischen 2015 und 2017 seien nur 0,14 Prozent der staatlichen Entwicklungshilfe in psychologische Hilfen für Jungen und Mädchen geflossen. Die UN-Vollversammlung und die internationale Konferenz über seelische Gesundheit am 7. und 8. Oktober in den Niederlanden seien gute Gelegenheiten, mehr Mittel bereitzustellen.

"Jungen und Mädchen in Konflikten müssen mit ansehen, wie Verwandte oder Freunde sterben und wie ihre Häuser und Schulen bombardiert werden", unterstrich Krüger. "Ihnen fehlen oft die nötigsten Dinge. Psychische Probleme sind da eine völlig normale Reaktion." Schätzungen zufolge leben weltweit 420 Millionen Kinder in Konfliktgebieten, 142 Millionen von ihnen in Gebieten mit viel Gewalt - das heißt, in Gebieten mit mindestens 1.000 Toten pro Jahr.

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