Fürther Kleeblätter haben jetzt einen Fan-Friedhof

Fürther Kleeblätter haben jetzt einen Fan-Friedhof
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Für Anhänger der Spielvereinigung Greuther Fürth gibt es jetzt einen eigenen Fan-Friedhof. In einigen Hundert Metern Entfernung zum Ronhof-Stadion richtete die Stadt Fürth auf dem Friedhof ein spezielles Gemeinschaftsfeld für Fußballfans ein. 80 Urnen und sechs Särge von "Kleeblättern" können dort bestattet werden, erklärte bei der Einweihung am Dienstag der Leiter des Standesamts Fürth, Ralf Meyer. Die Felder sind derzeit mit frischem grünen Rasen bedeckt. In der Mitte des Bereichs steht auf einem zwei mal zwei Meter großen Sockel das Kleeblatt-Emblem.

Fan-Friedhöfe gab es in Deutschland bislang bereits für Anhänger der Vereine Hamburger SV, Rot-Weiß Essen, Borussia Mönchengladbach und Schalke. Die seit 1903 bestehende Fürther Fußballmannschaft stieg in der Saison 1997/98 nach langer Zeit wieder in die zweite Bundesliga auf. In der Saison 2012/2013 spielte Fürth in der ersten Liga.

Meyer sagte, die Bestattungskultur habe sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Die Menschen wünschten sich pflegefreie Gräber und Vielfalt. Jürgen Schmidt, Mitglied des Präsidiums der Spielvereinigung Greuther Fürth, sagte, das neue Grabfeld sei ein gutes Angebot für Familien, mit der Trauer fertig zu werden. Hier sei ein "gutes Gedenken" möglich. Zum Fürther Friedhof würden die Jubelschreie bei den Toren der Mannschaft herüberschallen und man sei "in allerbester Gesellschaft" in der Nähe der Vereinsgrößen wie Charly Mai (1928 - 1993) "Resi" Franz (1897 - 1970) oder ehemaliger Vereins-Präsidenten beerdigt, sagte Schmidt weiter.

Der evangelische Dekan Jörg Sichelstiel, selbst ein Fan des Vereins, sagte dem Evangelischer Pressedienst (epd), Menschen hätten zum Fußball eine innere Verbindung. Er befürworte solche Bestattungsmöglichkeiten.

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