Mehrere Tausend Menschen bei #unteilbar in Dresden

Mehrere Tausend Menschen bei #unteilbar in Dresden

Dresden (epd). Kurz vor den Landtagswahlen haben sich am Samstag in Dresden mehrere tausend Teilnehmer versammelt, um für eine solidarische Gesellschaft zu demonstrieren. Unter dem Motto "#unteilbar" wollten sie laut Veranstalterangaben "ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck in Deutschland" setzen. Erwartet wurden bis zum Abend rund 25.000 Teilnehmer. Unter ihnen war auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). In Sachsen wird am kommenden Sonntag (1. September) ein neuer Landtag gewählt.

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) betonte zur Auftaktkundgebung auf dem Dresdner Altmarkt: "Von dieser Demonstration geht ein wichtiges Zeichen über die Grenzen von Sachsen hinweg hinaus. Wir wollen zeigen, dass sich in Sachsen viele Menschen mit denjenigen solidarisieren, die ihre Heimat aufgrund von Krieg und Terror verlassen mussten."

Sachsen sei nicht "ein brauner Fleck auf der Deutschlandkarte", sagte die Ministerin, die vor kurzem eine Morddrohung erhalten hatte. Es gebe eine große Anzahl an Menschen, die sich für einen bunten, weltoffenen und friedlichen Freistaat einsetzten. Die Teilnehmer der Demonstration zeigten alle Gesicht und gäben sich gegenseitig Kraft und Mut, weiter "für die Werte einzustehen, die uns so wichtig sind", sagte Köpping.

Organisiert wurde die Großdemonstration von dem Bündnis #unteilbar, das etwa 400 zivilgesellschaftliche Organisationen vereint, darunter etwa die Hälfte aus Sachsen. Auch die evangelische und die katholische Kirche hatten zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen. Zum Abschluss am Abend wurden unter anderem die Band "Silbermond" und die Publizistin Carolin Emcke sowie Sänger Sebastian Krumbiegel, Rapper Max Herre und die Dresdner Banda Internationale erwartet.

Die Demonstration in Dresden war Höhepunkt des "Sommers der Solidarität", in dem das von Vereinen, Organisationen und Initiativen getragene "#unteilbar"-Bündnis die solidarische Gesellschaft sichtbar machen will. Einem ersten Aufruf zu einer Demonstration waren im Oktober 2018 in Berlin rund 240.000 Menschen gefolgt.

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