Aufnahme von Flüchtlingen über EU-Programm kommt langsam voran

Aufnahme von Flüchtlingen über EU-Programm kommt langsam voran

Aus dem Libanon sind 158 syrische Flüchtlinge im Rahmen des EU-Resettlement-Programms in Deutschland aufgenommen worden. Das Bundesinnenministerium teilte am Mittwoch in Berlin mit, die Menschen seien am Dienstag angekommen. Es habe sich um den ersten Flug in diesem Jahr im Rahmen des Programms gehandelt. Weitere Flüge aus dem Libanon seien geplant, sagte ein Ministeriumssprecher. Auch aus Ägypten, Äthiopien und Jordanien sollten in den kommenden Wochen Flüchtlinge kommen. Insgesamt ist die Aufnahme von 2.900 Menschen geplant.

Deutschland hat zugesagt, über das EU-Resettlement-Programm 2018 und 2019 insgesamt 10.200 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge auf Dauer aufzunehmen. Die Menschen, häufig Frauen, Kinder oder Kranke, werden in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ausgesucht. Nach Angaben des Innenministeriums sind im vergangenen und in diesem Jahr bisher 4.000 Flüchtlinge aus der Türkei aufgenommen worden sowie knapp 300, die in Libyen gestrandet waren und über Niger nach Deutschland geholt wurden. Weitere 300 sollen folgen.

Damit sind knapp die Hälfte der für 2018 und 2019 zugesagten Aufnahmen erfolgt. Daneben gibt es ein Pilotprojekt zur dauerhaften Aufnahme von 500 Flüchtlingen mit Unterstützung privater Sponsoren.

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