Flüchtlinge der "Open Arms" gehen in Lampedusa an Land

Flüchtlinge der "Open Arms" gehen in Lampedusa an Land

Nach fast drei Wochen auf der "Open Arms" sind die von dem spanischen Schiff geretteten Flüchtlinge in der Nacht auf Mittwoch in Lampedusa an Land gegangen. Aktivisten begrüßten die Migranten mit Jubel und sangen das italienische Partisanenlied "Bella Ciao", als das Schiff mit den 89 an Bord verbliebenen Geretteten im Hafen einlief. Die Menschen sollten innerhalb weniger Stunden auf das italienische Festland gebracht werden.

Am Abend hatte die Staatsanwaltschaft im italienischen Agrigent die Beschlagnahmung der "Open Arms" verfügt. Der Anordnung zufolge sollten zudem alle an Bord befindlichen Migranten an Land gebracht werden. Der zuständige Staatsanwalt Luigi Patronaggio traf die Entscheidung, nachdem er sich in Begleitung von zwei Ärzten an Bord des Schiffs einen Eindruck von der Lage verschafft hatte.

Die Staatsanwaltschaft nahm im Zusammenhang mit der Blockade der "Open Arms" Ermittlungen wegen Geiselnahme auf. Sie ermittelt überdies wegen unterlassener Hilfeleistung durch Behördenvertreter.

Bereits in der Nacht zuvor waren acht Flüchtlinge und ein Mitarbeiter der Crew aus medizinischen Gründen von Bord geholt worden. Die "Open Arms" hatte am 1. August 123 Menschen und später noch einmal 39 Menschen aus Seenot gerettet. Italien nahm zunächst Schwangere und Kranke, später unbegleitete Minderjährige von Bord.

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