Guterres verurteilt Luftangriffe auf Krankenhäuser in Syrien

Guterres verurteilt Luftangriffe auf Krankenhäuser in Syrien
UN-Menschenrechtsrat rückt die Attacken in die Nähe von Kriegsverbrechen
Im Nordwesten Syriens werden immer wieder Hospitäler und andere zivile Ziele aus der Luft beschossen. Die Vereinten Nationen verlangen eine Bestrafung der Täter.

Die Vereinten Nationen haben die jüngsten Luftangriffe auf Krankenhäuser und andere zivile Einrichtungen im umkämpften Nordwesten Syriens scharf verurteilt. Absichtliche Attacken auf Zivilisten und zivile Ziele wie medizinische Einrichtungen könnten als Kriegsverbrechen eingestuft werden, hieß es in einer am Freitag in Genf verabschiedeten Resolution des UN-Menschenrechtsrates.

Zivilisten und zivile Einrichtungen müssten laut Völkerrecht in Konflikten geschützt werden, unterstrich UN-Generalsekretär António Guterres. Wer dagegen verstoße, müsse zur Rechenschaft gezogen werden.

Für die Resolution im UN-Menschenrechtsrat stimmten 26 Länder, darunter viele westliche Staaten. 14 Staaten enthielten sich der Stimmen. Dagegen stimmten sieben Länder, darunter Ägypten, China, Eritrea, der Irak und Kuba. Deutschland hatte die Einbringung des Resolutionsentwurfs unterstützt. Die Bundesrepublik ist zwar derzeit kein Mitglied des Rates und kann nicht abstimmen. Nichtmitglieder haben aber die Möglichkeit, Texte im Vorfeld gutzuheißen.

Mitte der Woche waren Gesundheitseinrichtungen in der Region angegriffen worden, darunter das Krankenhaus in Maarat al-Numan. Dabei handelt es sich laut den UN um eines der größten Hospitäler in der Region. Guterres betonte, dass die genaue geografische Lage der Einrichtungen den Konfliktparteien bekannt gewesen sei. In dem Konfliktgebiet setzen das Assad-Regime und das mit ihm verbündete Russland ihre Luftwaffen ein.

Assad und Russland wollen die nordwestliche Provinz Idlib und angrenzende Gebiete von islamistischen Terrorgruppen zurückerobern. Es handelt sich um eines der letzten größeren Gebiete, das noch von Gegnern Assads kontrolliert wird. Der Konflikt in Syrien hatte 2011 mit Protesten gegen Machthaber Baschar al-Assad begonnen. Hunderttausende Menschen wurden getötet. Millionen Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht.

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