UN-Kommissarin besorgt über Todesstrafe in Jemens Rebellengebieten

UN-Kommissarin besorgt über Todesstrafe in Jemens Rebellengebieten

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat sich tief besorgt über die vielfache Verhängung der Todesstrafe in Rebellengebieten im Jemen geäußert. Ein Strafgerichtshof der Huthi-Rebellen habe die Hinrichtung von 30 Menschen angeordnet, teilte die Hochkommissarin am Freitag in Genf mit. Allerdings könnten die Verurteilten Berufung gegen die Urteile einlegen.

Die UN lehnten die Todesstrafe unter allen Umständen ab, betonte die UN-Hochkommissarin. Bei den Verurteilten handele es sich um Akademiker, Studenten und Politiker, die einer Huthi-kritischen Partei nahestehen oder angehören. Das Gericht habe am Dienstag in Jemens Hauptstadt Sanaa den Beschluss gefasst. Sanaa wird von den Huthis kontrolliert. Den Verurteilten sei vorgeworfen worden, sich einer bewaffneten Gruppe angeschlossen zu haben. In der Haft seien viele von ihnen gefoltert worden.

Im Jemen herrscht nach Einschätzung der UN die schlimmste humanitäre Krise weltweit. Die Menschen leiden unter Gewalt, Hunger und Krankheiten. Die Regierung kämpft mit Hilfe einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition gegen die Huthi-Rebellen, die aus dem Iran Unterstützung erhalten. Saudi-Arabien steht wegen der Bombardierung von Kliniken immer wieder in der Kritik.

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