Kasseler demonstrieren gegen Rechtsextremismus

Kasseler demonstrieren gegen Rechtsextremismus

Tausende Kasseler Bürger haben am Donnerstagnachmittag vor dem Regierungspräsidium an einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus teilgenommen. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, rief laut einem vorab verbreiteten Redemanuskript dazu auf, gegenüber rechtsradikaler Intoleranz keine Toleranz mehr zu zeigen.

Anlass zu der von der Stadt und zahlreichen anderen Organisationen und Institutionen organisierten Kundgebung war die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke in der Nacht zum 2. Juni durch einen Rechtsextremisten.

Die Kirchen seien bereit, sich mit allen demokratischen Kräften zu verbünden, die sich für den Rechtsstaat und das freiheitliche Gemeinwesen einsetzten, sagte Bischof Hein. Dem Treiben der rechtsradikalen Szene in Kassel sei viel zu lange zugeschaut worden.

Der katholische Fuldaer Bischof Michael Gerber rief angesichts der Hasstiraden in den sozialen Netzwerken nach dem Tod Lübckes zu einer "Kultur der Wertschätzung" auf. Der CDU-Politiker und langjährige Kasseler Regierungspräsident sei für eine solche Kultur des aufrichtigen Respekts und der unbedingten Achtung voreinander ein bleibendes Vorbild.

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