Aachener Bischof würdigt Engagement von Guterres für Flüchtlinge

Aachener Bischof würdigt Engagement von Guterres für Flüchtlinge
Den Einsatz für Flüchtlinge von UN-Generalsekretär António Guterres hat der Aachener Bischof Helmut Dieser in einem Gottesdienst gewürdigt. Bereits als UN-Flüchtlingskommissar habe Guterres die anwachsende Dramatik der weltweiten Flucht- und Migrationsprobleme immer wieder in die internationale Politik eingebracht, sagte Dieser am Donnerstag in Aachen vor der Verleihung des Karlspreises an Guterres.

Als UN-Generalsekretär habe er zudem die existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel thematisiert. Auch dieses Problemfeld könne nur multilateral angegangen werden, erklärte Dieser laut Redetext. 

Der Bischof hob "das unermüdliche Engagement für eine multilaterale Zusammenarbeit" hervor. Dieses Engagement werde auch mit dem internationalen Karlspreis gewürdigt. "Und dafür gebührt Ihnen unser aller Respekt und unsere Dankbarkeit!", sagte Dieser an Guterres gewandt. 

Der Bischof äußerte sich zugleich besorgt darüber, dass in Europa das Vertrauen in die humanitäre Kraft der eigenen Prinzipien schwinde. Viele Menschen würden Nationalismen und populistisch vereinfachende Lösungen mit verschlossenen Türen gegen Fremde als eine vermeintlich bessere Strategie favorisieren. Damit verstoße Europa jedoch gegen sich selbst und sein eigenes Koordinatensystem, kritisierte der Aachener Bischof. 


Nach dem Gottesdienst sollte Guterres mit dem internationalen Karlspreis ausgezeichnet werden. Mit dem undotierten Preis wird das Engagement von Guterres für die Neubelebung und Festigung der multilateralen Zusammenarbeit auf Grundlage der Werte der EU gewürdigt. Der undotierte Karlspreis gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung.

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