Bündnis ruft zur "Rettung des Friedensprojekts Europa" auf

 Friedenstaube

© Paul Zinken/dpa

Europa sol nicht Militärmacht, sondern Vermittlerin in Konflikten sein und die Menschenrechte fördern.

Bündnis ruft zur "Rettung des Friedensprojekts Europa" auf
Ein Bündnis von 108 Organisationen und Institutionen aus zwölf europäischen Ländern ruft zur Rettung des Friedensprojekts Europa auf. Mehr als 12.000 Menschen haben den Aufruf bereits unterzeichnet, teilte Projektleiter Simon Bödecker von der Initiative "Ohne Rüstung Leben" in Stuttgart mit. Der Endstand an Unterschriften soll nach der Europawahl bekanntgegeben werden, so die Organisatoren am Samstag. 

Bei der Wahl - je nach Land von 23. bis 26. Mai - stehe auch der zukünftige Charakter der Europäischen Union auf dem Spiel. "Wir sind überzeugt, dass die Europäische Union die Herzen ihrer Bürgerinnen und Bürger nur als Friedensprojekt und nicht als Militärmacht gewinnen wird", heißt es in dem Aufruf. Europa solle nicht Militärmacht, sondern Vermittlerin in Konflikten sein und die Menschenrechte fördern.

Das Bündnis fordert, statt Militärausgaben in die Förderung des Friedens und der Menschenrechte zu investieren. Auch dürfe die EU keine Staaten aufrüsten, die Krieg führen oder Menschenrechte verletzen. Die Europäische Einigung habe nach dem Zweiten Weltkrieg Versöhnung zwischen Feinden gebracht. Damit sei die Europäische Union weltweit zum Friedensprojekt mit Vorbildcharakter geworden.

Den Aufruf haben unter anderem unterzeichnet die italienische Associazione di promozione sociale, die belgische Coalitie "stop uranium weapons", das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, die evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt, die Evangelisch-methodistische Kirche Deutschland, das Friedensbüro Salzburg, Greenpeace und die Tübinger Stiftung Weltethos.