500 Jahre "Leipziger Disputation" mit Gysi und Kramp-Karrenbauer

Leipziger Disputation

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"Martin Luther. Disputation in der Pleissenburg zu Leipzig" (27. Juni bis 16. Juli 1519). Schulwandbild. Farblithographie, 1918, nach Zeichnung von Max Seliger.

500 Jahre "Leipziger Disputation" mit Gysi und Kramp-Karrenbauer
Die Stadt Leipzig widmet dem 500. Jubiläum der "Leipziger Disputation" in diesem Jahr eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Höhepunkte bilden ein Festkonzert in der Thomaskirche und die nunmehr zum zwölften Mal veranstaltete Neuauflage des historischen Streitgesprächs mit prominenten Gästen, wie Stadtverwaltung und Bach-Archiv am Dienstag in Leipzig ankündigten.

Dabei diskutieren am 25. Juni in der Aula und Universitätskirche St. Pauli CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und der langjährige Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, zum Thema "Mit Religion Staat machen".

Bei dem Festkonzert am 16. Juni im Rahmen des Bachfests führen die Leipziger Vokalensembles amarcord und Calmus die zwölfstimmige Messe "Et ecce terrae motus" von Antoine Brumel (1460-1513) auf. Wie Bachfest-Intendant Michael Maul erklärte, hat der Leipziger Thomanerchor dieses Werk aller Wahrscheinlichkeit nach im Eröffnungsgottesdienst zur Disputation 1519 in der Thomaskirche präsentiert. Auch Vorträge, eine Ausstellung und eine theologische Konferenz sind geplant.

Die "Leipziger Disputation" war ein religiöses Streitgespräch, das im Jahr 1519 in der sächsischen Stadt veranstaltet wurde. Dabei stand Reformator Martin Luther (1483-1546) zwei Jahre nach seinem Thesenanschlag in Wittenberg dem katholischen Theologen Johannes Eck (1486-1543) gegenüber. Während der mehrwöchigen Disputation stellte Luther die Autorität katholischer Institutionen als höchste Instanzen in Glaubensdingen infrage. Das Ereignis gilt heute als der Moment der endgültigen Abkehr Luthers vom Papsttum.

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