Wechsel an der Spitze der Heilsarmee in Deutschland

Die Heilsarmee ist eine evangelische Freikirche und Hilfsorganisation.

© Daniel Reinhardt/dpa/Daniel Reinhardt

Schild mit der Aufschrift "Jesus lebt " am Gebäude der Heilsarmee Hamburg. Die Heilsarmee ist eine evangelische Freikirche und Hilfsorganisation.

Deutschland spricht 2019
Wechsel an der Spitze der Heilsarmee in Deutschland
An der Spitze der Heilsarmee in Deutschland gibt es einen personellen Wechsel. Ab dem 1. Juli übernimmt der Oberstleutnant Hervé Cachelin als Territorialleiter die Arbeit der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen, wie die Heilsarmee am Donnerstag in Köln mitteilte. Seine Ehefrau Deborah Cachelin wird Territoriale Präsidentin für Frauenarbeit.

Das Paar folgt auf Kommandeurin Marie Willermark, die seit Sommer 2016 beide Ämter innehatte. Ihren Dienst werden die beiden jeweils im Rang eines Obersts der Heilsarmee antreten. Zugleich wird Major Hartmut Leisinger zum Oberstleutnant befördert und die Position des Chefsekretärs übernehmen.

Die Oberstleutnants Hervé und Deborah Cachelin arbeiten seit Januar 2017 als Chefsekretär beziehungsweise Territoriale Sekretärin für Erwachsenen- und Familienarbeit am Territorialen Hauptquartier der Heilsarmee in Köln. Mit seiner neuen Aufgabe führe der 62-jährige Hervé Cachelin eine Familientradition fort: Bereits sein Vater, Kommandeur Francy Cachelin, war von 1979 bis 1984 Leiter der Heilsarmee in Deutschland.

Die Heilsarmee ist eine evangelische Freikirche und Hilfsorganisation. Sie kümmert sich um Menschen in Not unter dem Slogan "Suppe, Seife, Seelenheil". Aus ihrem Selbstverständnis heraus will die Organisation Menschen nicht nur geistlich betreuen, sondern hat ebenso das Ziel, die Lebensumstände zu verbessern. Zur Heilsarmee gehören etwa drei Millionen Mitglieder und freiwillige Helfer, die in 131 Ländern aktiv sind. In Deutschland, Litauen und Polen gibt es 45 Gemeinden mit etwa 1.400 Mitgliedern und 18 soziale Einrichtungen.