Goethe-Institut will Zivilgesellschaft stärken

Klaus-Dieter Lehmann

© Monika Skolimowska/dpa

Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann.

Goethe-Institut will Zivilgesellschaft stärken
Das Goethe-Institut will angesichts einer Zunahme von Nationalismus und autoritären Regimen weltweit die Zivilgesellschaften stärken. Kunst und Kultur seien dabei "der Schlüssel, um Prozesse anzustoßen oder Alternativen zu formulieren", erklärte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, am Dienstag in Berlin.

Ein zentraler Schwerpunkt der internationalen Kulturarbeit des Goethe-Instituts im In- und Ausland sei deshalb die Stärkung zivilgesellschaftlicher Akteure. Das Goethe-Institut habe sich in seinen Gastländern bis heute als Freiraum für offenen Austausch bewährt.

Lehmann verwies dabei auf Austausch- und Besucherprogramme, Bildungsangebote für Kulturberufe, Koproduktionen und Schutzräume für Künstlerinnen und Künstler. Ab Spätsommer 2019 gehe das EU-Projekt "Be Mobile - Create Together!" an den Start. Dabei sollen Residenzhäuser des Goethe-Instituts in der Türkei, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden miteinander vernetzt und für türkische und europäische Kulturschaffende Arbeitsaufenthalte in den jeweils anderen Ländern angeboten werden. Außerdem entwickele das Goethe-Institut Programme im Bildungsbereich, wie die "Digitale Netzwerkuniversität", in der russische, ukrainische, georgische und deutsche Universitäten an gemeinsamen Lehrprogrammen zu Themen wie Friedens- und Konfliktforschung oder Transkulturelles Lernen arbeiten.



Das Goethe-Institut ist als Kulturinstitut der Bundesrepublik mit 159 Instituten in 98 Ländern vertreten. Es soll die Kenntnis der deutschen Sprache und die kulturelle Zusammenarbeit fördern sowie ein aktuelles Deutschlandbild vermitteln.

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