EKD und Verbände würdigen EKD-Friedensbeauftragten

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms.

epd-bild/Jürgen Blume

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms.

EKD und Verbände würdigen EKD-Friedensbeauftragten
Die erstmalige Einsetzung eines Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor zehn Jahren ist nach Einschätzung der EKD und evangelischer Verbände eine Erfolgsgeschichte.

Der 62-jährige Theologe Renke Brahms verleihe der evangelischen Friedensarbeit "Gesicht und eine markante Stimme", erklärte der Vorsitzende der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) sowie des Vereins für Friedensarbeit im Raum der EKD, Christoph Münchow, am Dienstagabend in Bonn.

Die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Christine Busch, nannte Brahms einen wichtigen und oft unbequemen Mahner. Der Friedensbeauftragte des Rates der EKD setze sich unermüdlich für den Vorrang ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung ein. "Sei es in der Ablehnung von Rüstungsexporten, beim Eintreten für eine atomwaffenfreie Welt, beim kritischen Blick auf den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, bei Militärinterventionen in Syrien oder Libyen: Immer zeigt der EKD-Friedensbeauftragte hier Flagge", erklärte die rheinische Theologin.

Der Vizepräsident im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Horst Gorski, hob Brahms' Einsatz für Abrüstung, eine Stärkung internationaler Organisationen, gewaltfreie Konfliktlösungen und einen gerechten Frieden hervor. Brahms, der auch Leitender Theologe der Bremischen Evangelischen Kirche ist, habe "durch seine langjährige Arbeit einen großen Anteil daran, dass sich viele Landeskirchen und die EKD Gedanken machen, wie der Weg hin zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens aussehen könnte". Bei der EKD-Synode im November 2019 in Dresden soll die Friedensarbeit das Schwerpunktthema sein.