Kritik, Analysen, Hintergründe: "Jahrbuch Fernsehen 2018" erschienen

Philipp Käßbohrer: "Einzelmarken heute wichtiger als Kanäle"
Fernsehen

Foto: Unsplash/rawpixel

(Symbolbild)

Das neue "Jahrbuch Fernsehen 2018" ist erschienen - mit Essays von Philipp Alvares de Souza Soares, Volker Nünning, Holm Friebe, Julia Bähr, Hans Hütt, Gert Scobel und einem Interview mit Philipp Käßbohrer, dem Schöpfer von erfolgreichen Formaten wie das "Neo Magazin Royale". Das Jahrbuch gilt als eines der wenigen Foren für unabhängige Medienkritik in Deutschland.

Das "Jahrbuch Fernsehen 2018" ist ab dem 13. September auf dem Markt. Auf mehr als 450 Seiten bietet es zahlreiche Essay zu aktuellen Entwicklungen in der Medienbranche. Zu den Autoren zählen in diesem Jahr Philipp Alvares de Souza Soares, Julia Bähr, Hans Hütt und Volker Nünning.

Außerdem enthält das Jahruch ein Interview mit Philipp Käßbohrer von der Produktionsfirma bildundtonfabrik (btf). Der Firmenchef spricht über Strategien in einer diversifizierten Medienlandschaft und die Herzensprojekte seiner Firma: "Die Sender haben immer gerne alles in Kästchen. Für uns stehen aber die Inhalte im Vordergrund. Ob daraus am Ende eine Doku wird, eine fiktionale Serie, ein Game oder eine Unterhaltungsshow, ist erst im zweiten Schritt entscheidend. Formell können wir alles bedienen." Aus Produzentensicht sei die Fokussierung auf die Content-Qualität die einzige sinnvolle Strategie, um in Zukunft in der Flut an Inhalten nicht unterzugehen, sagt Käßbohrer. In welchem Programm die jeweiligen Produktionen gezeigt werden, sieht Käßbohrer dabei nicht als ausschlaggebend an: "Heutzutage sind Einzelmarken wichtiger als Kanäle." Die Kölner Produktionsfirma btf ist mit der Talkshow "Roche und Böhmermann" und der ebenfalls von Jan Böhmermann moderierten Late-Night-Satire-Show "Neo Magazin Royale" bekannt geworden.

Weitere Beiträge im Jahrbuch behandeln "Vice Media" als jungen Medienkonzern der Digitalära, die aufwendige Netflx-Serie "The Crown" und den Reformdruck bei der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft. Der Politikwissenschaftler und Autor Hans Hütt untersucht die Dokumentation "Im Labyrinth der Macht" von Stephan Lamby, die sich mit den "Widrigkeiten bei der letzten Regierungsbildung" beschäftigt. Herausgeber des "Jahrbuches Fernsehen" sind das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, die Medienkorrespondenz aus dem Katholisches Medienhaus sowie das Film Festival Cologne.

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