Diakonie-Chef Lilie: Neue Chancen durch "New Work"

Diakoniepraesident Ulrich Lilie

Foto: epd-Bild/Juergen Blume

Diakoniepraesident Ulrich Lilie

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, sieht in der Digitalisierung der Arbeitswelt neue Chancen und Freiräume für Berufstätige. Mobiles Arbeiten ("New Work") könne es erleichtern, Beruf und Familie zu vereinbaren, sagte Lilie am Donnerstag in Berlin. Durch E-Learning ließen sich Zeit und Ort für Studium, Qualifizierung oder Weiterbildung besser an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Durch jederzeitige Erreichbarkeit entstehe aber auch ein Druck, jederzeit verfügbar zu sein, warnte der Diakonie-Chef. Freizeit und Arbeit verschmölzen ineinander. Deutschland sei bereits in der "Arbeitswelt 4.0" angekommen.

Die Diakonie startet gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Evangelischen Akademie zu Berlin in dieser Woche eine Veranstaltungsreihe zu künftigen Lebens- und Arbeitsformen. Mit prominenten Wirtschaftsführern und IT-Experten geht es zunächst um die digitalisierte Arbeitswelt.

Der Begriff "Arbeiten 4.0" folgt dem Begriff "Industrie 4.0", der die Digitalisierung in der Produktion als vierte industrielle Revolution bezeichnet. Das Bundesarbeitsministerium hat 2016 unter der damaligen Ministerin Andrea Nahles (SPD) einen fachlichen und öffentlichen Austausch über Chancen und Gefahren der Arbeitswelt 4.0 ins Leben gerufen.