Bildungsreferentin: Christlicher Glaube macht Kinder selbstbewusst

Kind liest in Bibel

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Wenn Kinder mit biblischen Geschichten wie "David und Goliath" aufwachsen, in der der Schwächere eine Chance auch gegen den Starken hat, stärke dies das Selbstvertrauen.

Nach Ansicht von Susanne Betz, Studienleiterin am Religionspädagogischen Institut der Badischen Landeskirche (Karlsruhe), fördert der christliche Glaube das Selbstbewusstsein von Kindern.

Der Glaube, dass jeder Mensch von Gott geliebt und gewollt ist, schaffe ein zuversichtliches Weltbild, sagte sie am Freitag bei der Gesamttagung für Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Stuttgart. Außerdem biete Religion eine "Sprache für die Seele" und helfe bei extremen Lebenssituationen wie Tod und Trauer. Wenn Kinder mit biblischen Geschichten wie "David und Goliath" aufwachsen, in der der Schwächere eine Chance auch gegen den Starken hat, stärke dies das Vertrauen in sich selber, die Umwelt und Gott. Deshalb brauche es Erwachsene, die Kinder an ihrem Glauben teilnehmen lassen, so die Bildungsreferentin.

Die viertägige Tagung, die unter dem Motto "aus gutem Grund. Kirche mit Kindern" steht, endet am Sonntag (13. Mai). Rund 2.000 Menschen nehmen an den mehr als 250 Einzelveranstaltungen teil. Die Gesamttagung findet alle vier Jahre statt. In Stuttgart war sie zuletzt 1990.  Laut dem Kirchenamt der EKD werden in der Evangelischen Kirche in Deutschland jährlich 183.847 Kindergottesdienste gefeiert, in Württemberg sind es 33.135, in Baden 10.113, und in der Pfalz 1.720.