Rund 500 Menschen bei Görlitzer Karfreitagsprozession

Rund 500 Menschen bei Görlitzer Karfreitagsprozession
Im ostsächsischen Görlitz haben am Karfreitag mehrere hundert Menschen an der evangelischen Kreuzwegprozession teilgenommen.

Mit dem Weg erinnern Christen traditionell an den Leidensweg Jesu Christi und seinen Tod am Kreuz. Nach Angaben der evangelischen Innenstadtgemeinde schlossen sich in diesem Jahr rund 500 Menschen der Prozession an. Auch viele Touristen hätten sich beteiligt, hieß es.  

Der Weg führte von der Peterskirche durch das Görlitzer Stadtzentrum zur originalgetreuen Kopie des Heiligen Grabes. Die Teilnehmer steuerten insgesamt sieben Stationen an. Zum Abschluss versammelten sie sich zu einer Andacht am Heiligen Grab von Jerusalem.

Wie sein Jerusalemer Vorbild zählt der Görlitzer Kreuzweg knapp 1.000 Schritte. Die Prozession ist kirchlichen Angaben zufolge die größte in Mitteldeutschland. Das Heilige Grab, eine Landschafts- und Architekturanlage, ließ der Görlitzer Kaufmann Georg Emmerich (1422-1507) Ende des 15. Jahrhunderts errichten. Die Anlage gilt als eine der ältesten originalgetreuen Nachbildungen der Jerusalemer Grabeskapelle in Deutschland.

In diesem Jahr gestalteten auch Beschäftigte des Siemens- sowie des Bombardierwerks in Görlitz den Kreuzweg mit. In beiden Werken droht ein erheblicher Personalabbau. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Zughersteller Bombardier die sächsischen Standorte in Bautzen und Görlitz zumindest nicht schließen will. Die Zukunft des Siemens-Werks in Görlitz ist offen, es soll zunächst bis 2023 erhalten bleiben.

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