Mindestens 38 Tote bei zwei Terroranschlägen in Mogadischu

Bei zwei Terroranschlägen sind in Somalias Hauptstadt Mogadischu mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen.

Am späten Freitagabend sei zunächst eine Autobombe vor dem Präsidentenpalast detoniert, berichtete der somalische Radiosender Shabelle. Ein zweiter Sprengsatz zündete kurze Zeit später vor der Geheimdienstzentrale, unweit eines Hotels. Bei einem Feuergefecht wurden nach Angaben der somalischen Regierung fünf Terroristen getötet. Sie sollen zur islamistischen Bewegung Al-Shabaab gehören, die sich am Samstag zu dem Anschlag bekannte.

Al-Shabaab versteht sich mehrheitlich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida und bekämpft die von den Vereinten Nationen unterstützte somalische Regierung. Die Miliz wurde mit Hilfe der afrikanischen Eingreiftruppe Amisom, die mit 22.000 Soldaten vor Ort ist, aus Mogadischu und anderen Landesteilen vertrieben, verübt aber weiter Anschläge. Beim bislang schwersten Anschlag der Gruppe waren im Oktober 2017 geschätzte 500 Menschen ums Leben gekommen.