Evangelikale Organisationen würdigen Billy Graham

US-Evangelist Billy Graham

Foto: Werner Kreusch/AP/dpa/

US-Evangelist Billy Graham sprach am 27.06.1954 vor 100.000 Zuhörern im Olympiastadion in Berlin. Nun ist er im Alter von 99 Jahren gestorben.

Evangelikale Organisationen in Deutschland haben die missionarische Leistung des verstorbenen US-Baptistenpredigers Billy Graham gewürdigt. Graham habe unzweifelhaft nicht nur weltweit, sondern gerade auch in Deutschland viele Spuren hinterlassen, erklärte die theologisch konservative Deutsche Evangelische Allianz im thüringischen Bad Blankenburg.

Graham habe seit den 50-er Jahren auch Tausende Deutsche zum christlichen Glauben geführt. "'Mr. Bible' war in der Verkündigung der frohen Botschaft unmissverständlich klar, elementar, für jedermann verständlich", erklärte der Generalsekretär der Allianz, Hartmut Steeb. In persönlichen Begegnungen habe er Graham "als zielstrebig, aber den Menschen nah und sehr bescheiden wahrgenommen".

Auch der Verein "Geschenke der Hoffnung" äußerte Trauer über Grahams Tod. Die Wurzeln des christlichen Hilfswerks gingen auf Graham zurück, erklärte die Organisation in Berlin. Der geschäftsführende Vorstand Bernd Gülker sagte, Graham sei für ihn "der bedeutendste Prediger des 20. Jahrhunderts, einer der einflussreichsten Christen und ein begabter Redner" gewesen. "Geschenke der Hoffnung" mit Sitz in Berlin ist vor allem als Träger der Geschenke-Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" für Kinder in Not bekannt. Graham war am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Alter von 99 Jahren im US-Staat North Carolina gestorben.