Taizé-Jugendtreffen erstmals in drei Ländern gestartet

Das Europäische Jugendtreffen der Bruderschaft von Taizé hat am Donnerstag im schweizerischen Basel und den angrenzenden Regionen Deutschlands und Frankreichs begonnen. Damit finde die Zusammenkunft erstmals in drei europäischen Ländern gleichzeitig statt, teilte die ökumenische Bruderschaft mit. Das Treffen dauert bis zum 1. Januar.

Rund 15.000 junge Erwachsene aus ganz Europa nehmen daran teil. Die meisten von ihnen sind nach Angaben der Bruderschaft zwischen 18 und 35 Jahre alt sein. Sie werden von Gastgemeinden in dem Dreiländereck empfangen und wohnen während der Dauer des Treffens in Gastfamilien. Die Jugendlichen sollen sich zu einer neuen Etappe auf dem Ende der 70er Jahre von Taizé-Gründer Bruder Roger ins Leben gerufenen "Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde" zusammenfinden.

Zu den Inhalten des Treffens zählen laut der Bruderschaft das gemeinsame Gebet, Diskussionen über Frieden und Solidarität und der Austausch zwischen Gastgebern und Besuchern. Die Bruderschaft erklärte, dass die ökumenische Gemeinschaft den Jugendlichen mit den internationalen Treffen Mut geben wolle. Viele junge Menschen seien bedrückt, wegen der Arbeitswelt, der Flüchtlingskrise oder politischer Instabilität. "Wir möchten, dass sie wieder aufrecht stehen", hieß es aus der Bruderschaft.


Die Taizé-Treffen werden seit rund 40 Jahren in europäischen Städten organisiert, darunter Straßburg, Berlin und Paris. Zu den Organisatoren zählen neben der Bruderschaft von Taizé die Kirchen vor Ort sowie Behörden. Zu den kirchlichen Mitveranstaltern gehören diesmal neben der katholischen und evangelischen auch die serbisch-orthodoxe Kirche in Basel. 

Die seit den 1940er Jahren bestehende Communauté von Taizé in der französischen Region Burgund zählt an die hundert Brüder. Es sind Katholiken und Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen. Sie stammen aus über 25 Ländern. Der Prior der Bruderschaft ist der aus Bayern stammende und in Stuttgart aufgewachsene Bruder Alois.