Evangelischer Kirchentag 2027 in der Rhein-Neckar-Region geplant

Die Evangelische Kirche der Pfalz will sich gemeinsam mit der badischen Landeskirche für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2027 bewerben.

Die pfälzische Landessynode stimmte am Freitagabend in Speyer mit großer Mehrheit dafür, eine entsprechende Anfrage der badischen Landeskirche positiv aufzunehmen. Auf die Landeskirche kämen nach derzeitigen Berechnungen für einen Kirchentag in der Metropolregion Rhein-Neckar Kosten von rund vier Millionen Euro zu. 

Nach Aussage der Landeskirche hat der Deutsche Evangelische Kirchentag bereits geprüft, dass die Großveranstaltung mit über 100.000 erwarteten Besuchern im Blick auf Infrastruktur, Logistik und Organisation in der Region Mannheim/Ludwigshafen möglich ist. Ein Kirchentag könne das kirchliche Leben in der Region beleben, sagte Oberkirchenrat Michael Gärtner. 


Der Deutsche Evangelischer Kirchentag findet seit fast 70 Jahren an wechselnden Orten statt. Gegründet wurde er 1949 in Hannover. Gemeinsam mit Freunden initiierte der Theologe Reinhold von Thadden-Trieglaff (1891 bis 1976) die von der Amtskirche unabhängige Bewegung. Bis 1954 fand der Kirchentag jährlich statt, seit 1957 wird er alle zwei Jahre gefeiert. Mit dem zeitlichen Abstand sollte ein jährlicher Wechsel mit dem Katholikentag ermöglicht werden. 

In Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken gab es inzwischen zwei Ökumenische Kirchentage: 2003 in Berlin und 2010 in München, der Dritte ist 2021 in Frankfurt geplant. Der nächste evangelische Kirchentag wird 2019 in Dortmund gefeiert.