Chef von Weltkirchenrat mahnt Veränderung für Frieden an

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen, Olav Fykse Tveit, hat dazu aufgefordert, sich Veränderungen im eigenen Leben nicht zu verschließen.

Der "Tag der Befreiung" könne allen begegnen, sagte der Theologe am Samstag bei einer Bibelarbeit beim evangelischen Kirchentag in Berlin. Herz und Geist könnten dadurch geöffnet werden, "damit sie Unrecht erkennen und die notwendige Veränderung, die echte Veränderung schaffen", sagte er laut Redemanuskript. Das sei auch ein Weg zu Gerechtigkeit und Frieden.

Tveit legte die Geschichte vom Steuereintreiber Zachäus aus, auf den Jesus zuging und davon überzeugte, sich nicht weiter auf Kosten anderer zu bereichern. Es sei eine Geschichte, die nicht nur Herz und Geist, sondern auch die Mauern öffnen könne, die die Menschen von heute trennten, sagte Tveit. Dies seien "Mauern des Misstrauens, des Hasses und der Sünde".

"Die Begegnung der Liebe ist auch heute möglich", sagte Tveit. Er rief dazu auf, sich auch dann nicht entmutigen zu lassen, wenn man sich schäme angesichts dessen, "was die Leute sagen werden, oder weil ich vor irgendetwas anderem Angst habe".