Proteste wegen Fusion von Bauer und Monsanto

Proteste wegen Fusion von Bauer und Monsanto
Bauern haben am Dienstag vor der Bayer-Zentrale in Leverkusen gegen die Fusion des Konzerns mit dem US-Saatguthersteller Monsanto protestiert. Unter dem Motto "Bayer & Monsanto-Schweinerei stoppen" versammelten sich etwa ein Dutzend Landwirte mit etwa 40 Schweinen in drei Anhängern und einem Traktor.

Sie kritisierten den Zusammenschluss als weitere Verschärfung der Machtkonzentration auf dem Agrarchemie-Markt.

So würde der neue Megakonzern auf einen Schlag zum Markführer für Pestizide und Saatgut und könnte "fast im Alleingang entscheiden, was Bauern pflanzen und Verbraucher essen", erklärten die Organisatoren. Es sei zu befürchten, dass die Bayer AG Monsanto nicht von seiner zerstörerischen Geschäftspraxis abhalten werde, sondern auch weiterhin auf Gentechnik, Pestizide und die Pantentierung von Lebensmitteln setze, sagte Jutta Sundermann von der Aktion Agrar.

Fatal für bäuerliche Landwirtschaft

Die Bayer-Leitung reagierte mit einem Banner mit der Aufschrift "Fakten statt Vorurteile". Konzernchef Werner Baumann hatte am Montag in der "Süddeutschen Zeitung" angekündigt, auch nach der Übernahme des umstrittenen Gentechnikkonzerns Monsanto kein gentechnisch verändertes Saatgut in Europa verkaufen zu wollen.

Die Teilnehmer der Protestaktion riefen die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager auf, die Fusion zu verhindern, da diese fatal wäre für die bäuerliche Landwirtschaft. Zu der Demonstration hatte die Aktion Agrar mit Sitz im niedersächsischen Verden zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft aus Hamm und der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall aufgerufen.

Bayer hatte Monsanto Mitte September für 66 Milliarden Dollar (60 Milliarden Euro) gekauft. Durch die Übernahme, der die Kartellbehörden noch zustimmen müssen, entsteht die weltweite Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln.