Notfallseelsorger nach Krankenhausbrand in Bochum im Einsatz

Notfallseelsorger nach Krankenhausbrand in Bochum im Einsatz
Nach einem Großbrand in einem Bochumer Krankenhaus mit zwei Toten und mindestens 16 Verletzten hat sich ein Team von Notfallseelsorgern um Patienten, Angehörige und Mitarbeiter gekümmert.

Neben Seelsorgern des Universitätsklinikums Bergmannsheil waren am Freitag auch Notfallexperten der Feuerwehr im Einsatz, wie ein Sprecher der Stadt Bochum dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Das Feuer war laut Polizei in der Nacht zum Freitag aus zunächst noch ungeklärter Ursache in einem Patientenzimmer ausgebrochen.

Der Superintendent der Evangelischen Kirche in Bochum, Gerald Hagmann, reagierte tief bestürzt auf die Nachricht. "In diesen schweren Stunden sind wir in Gedanken und mit unseren Gebeten bei den Angehörigen der Toten und den Verletzten", sagte er.



Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte einen besseren Brandschutz in Kliniken. Jedes Jahr komme es in Krankenhäusern rund 40 Mal zu Bränden mit Toten und Verletzten, erklärte die Stiftung. Noch häufiger brenne es in Behinderten- und Pflegeeinrichtungen. Die Stiftung sprach sich für selbstständige Löschanlagen für die 2.000 Krankenhäuser und 13.000 Pflegeheime aus. Diese Technik bekämpfe Entstehungsbrände frühzeitig, da sie auf Wärme oder Rauch reagiert.

Nach dem Brand im sechsten Obergeschoss der Bochumer Klinik waren Polizei und Feuerwehr mit Hunderten Einsatzkräften vor Ort. Von den insgesamt 180 in dem Gebäude untergebrachten Patienten wurden 100 vorzeitig entlassen und 80 weitere hausintern verlegt, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Feuerwehr brachte den Brand bis zum Vormittag weitgehend unter Kontrolle.

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