Fachleute kritisieren unzureichende Kontrolle bei Asylverfahren

Fachleute kritisieren unzureichende Kontrolle bei Asylverfahren
Interne Prüfer des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge kritisieren eine mangelhafte Qualitätssicherung bei Asylverfahren.

Interne Prüfer des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge kritisieren eine mangelhafte Qualitätssicherung bei Asylverfahren. Im vergangenen Jahr habe das hierfür zuständige Referat gerade mal 0,01 Prozent der 282.700 Asylentscheidungen stichprobenartig überprüfen können, heißt es in einem auf März datierten internen Papier, aus dem das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zitiert. Gründe für die unzureichende Kontrolle seien die Beschleunigung der Verfahren und die große Zahl neuer, unerfahrener Mitarbeiter in der Behörde.

Um nicht zu einer reinen "Alibifunktion" zu verkommen, müsse die Qualitätssicherung dringend aufgestockt und verbessert werden, fordern die Fachleute in dem Papier. Bisher hätten die Kontrolleure deutlich weniger Mitarbeiter als vergleichbare Einheiten in Großbritannien und Schweden, wo die Zahl der Asylanträge um ein Vielfaches geringer ist. Das Bundesamt sagte auf "Spiegel"-Nachfrage, es gebe ein Konzept der Qualitätssicherung, das an die Bedingungen einer stark gewachsenen Organisation angepasst werde "und das jetzt in die Umsetzung geht".
 

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