Festnahme nach Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Münster

Festnahme nach Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Münster
Nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Münster hat die Polizei am Sonntagabend einen Tatverdächtigen festgenommen.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Münster am Montag mitteilten, ist der 23-jährige Tatverdächtige möglicherweise sowohl für die "vorsätzliche Brandstiftung" in der Nacht von Freitag auf Samstag als auch für eine versuchte Brandstiftung am 28. April im gleichen Gebäude verantwortlich.

Der Mann sei in seiner Wohnung festgenommen worden, nachdem sich der Verdacht gegen ihn aufgrund eines Abgleichs der Ermittlungsergebnisse der beiden Fälle verdichtet hatte. Zuvor hätten die Behörden Hinweise auf den möglichen Täter erhalten, hieß es weiter. Der Verdächtige sei bereits "mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten", jedoch nicht in Verbindung mit politisch motivierten Straftaten. Er wird den Angaben zufolge zurzeit vernommen und soll am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung ist demnach umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden.

Schaden im sechsstelligen Bereich

In der Nacht zu Samstag hatten Anwohner den Brand in der geplanten Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Hiltrup bemerkt. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, nach Polizeiangaben entstand ein Schaden im sechsstelligen Bereich. Der Täter habe sich möglicherweise durch ein Fenster an der Rückseite gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude verschafft und im Erdgeschoss das Feuer gelegt, hieß es.