Brüssel will Hungernden mit über 400 Millionen Euro helfen

Brüssel will Hungernden mit über 400 Millionen Euro helfen
Afrika ist besonders betroffen: Die EU-Kommission hat den aufgrund des Wetterphänomens El Niño hungernden Menschen weitere 414 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Das Geld komme zu den bereits im Dezember angekündigten 125 Millionen Euro hinzu, erklärte EU-Entwicklungskommissar Neven Mimica am Montag in Brüssel auf einer internationalen Ernährungskonferenz. "El Niño hat zerstörerische Folgen rund um den Globus, 41 Millionen Menschen mühen sich darum, ihre Ernährung zu sichern." Besonders schlimm sei die Lage in Afrika, sagte Mimica. Ein Teil des Geldes soll in das stark betroffene Äthiopien fließen.

Das Wetterphänomen El Niño ist durch erhöhte Temperaturen des Wassers an der Meeresoberfläche gekennzeichnet, wie die EU-Kommission erläuterte. Diese interagierten mit der Atmosphäre und führten zu extremen Ereignissen wie Fluten und Dürren. Betroffen von El Niño seien Regionen in Afrika, in Lateinamerika und der Karibik wie auch in einigen asiatischen und pazifischen Ländern.

Sonderberater: Frauen ins Zentrum der Agenda

Unterdessen berieten bei der Ernährungskonferenz in Brüssel Politiker und Experten über neue Wege gegen den Hunger. Es müssten beispielsweise Hürden abgebaut werden, die benachteiligten Menschen an Investitionen in die Landwirtschaft hinderten, forderte die Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms, Ertharin Cousin.

David Nabarro, Sonderberater der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, verlangte: "Platzieren Sie Frauen im Zentrum der Agenda, so dass sie die primären Akteure, die Chefs, die Buchhalter und die Prüfer sind." Alle Erfahrung zeige, dass es bislang Männer, wenn sie verantwortlich waren, nicht so gut gemacht hätten.