Zwei Tote bei neuem Ebola-Ausbruch in Guinea

Zwei Tote bei neuem Ebola-Ausbruch in Guinea
Erneut sind nach der Ankündigung des Epidemie-Endes in einem westafrikanischen Land neue Ebola-Fälle aufgetaucht. Die WHO reagiert prompt: Sie schickt Experten nach Guinea, um die Kontakte der Todesopfer nachzuvollziehen.

In Guinea sind bei einem neuen Ebola-Ausbruch zwei Menschen gestorben. Zudem gebe es in der Familie der Toten drei Verdachtsfälle, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Conakry am Freitag mit. Die Weltgesundheitsorganisation entsandte ein Expertenteam zur Aufklärung der Fälle in den südlichen Distrikt Nzérékoré, wo die Menschen starben. Sie sollen den Ursprung der Infektionen identifizieren und nachvollziehen, mit wem die Opfer Kontakt hatten.

WHO warnt vor weiteren Fällen

Im Süden Guineas war vor mehr als zwei Jahren die bisher schlimmste Ebola-Epidemie ausgebrochen, bei der mehr als 28.600 Menschen erkrankten und über 11.300 starben. Weitere vereinzelte Fälle könnten in den drei Schwerpunktländern Guinea, Sierra Leone und Liberia auftauchen, warnte die WHO. Die Länder müssten wachsam sein. Prävention, schnelle Diagnosen und entschlossenes Eindämmen neuer Fälle müsse Priorität haben.

Erst am Donnerstag hatte die WHO Westafrika für Ebola-frei erklärt, nachdem in Sierra Leone 42 Tage ohne Neuinfektion vergangen waren. In Guinea war seit November kein Ebola-Fall mehr bekannt geworden. Gegen das hämorrhagische Fieber gibt es weder eine zugelassene Impfung noch Therapie.