Steinbach verteidigt umstrittenen Tweet

Steinbach verteidigt umstrittenen Tweet
Erika Steinbach hatte mit einem getwitterten Foto am Wochenende für Empörung gesorgt. Auf dem Bild ist ein blondes Kind zu sehen, das von dunkelhäutigen Menschen umringt ist. Steinbach verteidigt ihren Tweet.

Berlin (epd)Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach hat ihren umstrittenen Tweet zur Migration nach Deutschland verteidigt. "Das Foto zeigt lediglich ein Problem, das die Menschen umtreibt", sagte Steinbach der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe). "Es ist kein aggressives Foto. Es sind auch keine arabischen Flüchtlinge darauf zu sehen, sondern freundliche Inder, die das Kind neugierig und interessiert ansehen." Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der Unions-Fraktion hatte das Bild am Samstag getwittert. Darauf ist ein kleines blondes Kind zu sehen, das von dunkelhäutigen Menschen umringt ist. Über dem Foto steht: "Deutschland 2030", darunter "Woher kommst du denn?"

Zu der Herkunft des Bildes sagte Steinbach dem Blatt: "Das Foto schickte mir ein besorgter Vater aus Frankfurt am Main, dessen Kind in seiner Klasse nur noch zwei weitere deutsche Mitschüler hat." Das Foto habe er einer Mail angehängt. Laut "Bild"-Zeitung nutzen Fremdenfeinde das Foto regelmäßig mit unterschiedlichen Überschriften im Internet. Auf die Frage, ob Deutschland 2030 wirklich so aussehen könne wie auf dem verwendeten Foto, antwortete Steinbach: "Die Daten deuten darauf hin. In Großstädten gibt es jetzt schon einen erheblichen Anteil nichtdeutscher Bevölkerung." Am Wochenende war der Tweet Steinbachs parteiübergreifend auf Empörung gestoßen.

Meldungen

Top Meldung
Abstandsregeln, Open-Air- oder kleinere Gottesdienste zu Weihnachten
Große Gottesdienste soll es zu Weihnachten nicht geben. Das haben Bund und Länder deutlich gemacht. Die Kirchen zeigen sich offen für Gespräche, dringen aber auf die Möglichkeit, zu feiern und sich zu begegnen.