Martin-Gropius-Bau zeigt «Kunst der Vorzeit»

epd-bild / Frobenius-Institut Frankfurt a.M.

Aquarell "Stehender weiblicher Wisent" von Elisabeth Charlotte Pauli in der Ausstellung "Die Kunst der Vorzeit".

Martin-Gropius-Bau zeigt «Kunst der Vorzeit»
Unter dem Titel «Die Kunst der Vorzeit. Felsbilder aus der Sammlung Frobenius» sind im Berliner Martin-Gropius-Bau von Donnerstag an rund 100 Kopien prähistorischer Felszeichnungen zu sehen.

Berlin (epd)Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotos und Dokumente, kündigten die Ausstellungsmacher am Mittwoch an. Beleuchtet wird zudem der Einfluss der Felsbilder auf die Kunst des 20. Jahrhunderts.

Die prähistorische Kunst zähle zu den wichtigsten Inspirationsquellen für die Kunst der Avantgarde, heißt es. Kenntnis davon erhielten die Avantgarde-Künstler durch die originalgetreuen Kopien der jahrtausendealten Felsbildern, die der deutsche Ethnologe Leo Frobenius (1873-1938) ab 1912 auf Expeditionen in Afrika, Ozeanien und Australien hatte anfertigen lassen.

Die Sammlung befindet sich bis heute in dem nach ihm benannten Frobenius-Institut an der Frankfurter Goethe-Universität. In den 20er und 30er Jahren tourten die Kopien bereits auf Ausstellungen durch Europa und die USA. Im Jahre 1937 wurden viele der Felszeichnungen im Museum of Modern Art (MOMA) in New York gezeigt, gemeinsam mit Neuerwerbungen des MOMA von Künstlern wie Paul Klee, Joan Miro und anderen. Die Schau in Berlin ist bis Mitte Mai geöffnet.