Sozialverband VdK kritisiert Nachteile für Behinderte

Sozialverband VdK kritisiert Nachteile für Behinderte
Nach Ansicht des Sozialverbandes VdK Deutschland werden behinderte Menschen nach wie vor in vielen Bereichen stark benachteiligt. "Eine gleichberechtigte Teilhabe bleibt Millionen Menschen in Deutschland immer noch verwehrt", sagte die Präsidentin des Verbandes, Ulrike Mascher, anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am Donnerstag.

Besonders am Arbeitsmarkt könne von einer Gleichstellung von Menschen mit Behinderung keine Rede sein.

Deutschland habe sich zwar mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 zu einer umfassenden Teilhabe von Menschen mit Behinderung verpflichtet. "Von einer inklusiven Gesellschaft sind wir aber weit entfernt", mahnte Mascher. So würden einerseits bestehende Vorgaben nicht umgesetzt. Andererseits fehle es in einigen Bereichen an "klaren gesetzlichen Regelungen". Unter anderem fordert der VdK eine Umgestaltung von Verkehrsmitteln und Dienstleistungen, so dass diese für alle zugänglich sind.

Zudem seen mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung nötig, sagte Mascher. "Arbeit ist einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für gesellschaftliche Teilhabe." Besonders die privaten Unternehmen hinkten der gesetzlich vorgegebenen Beschäftigungsquote behinderter Menschen in Höhe von fünf Prozent hinterher. Demnach erreichten mehr als drei Viertel (78,5 Prozent) der Privatunternehmen diese Vorgabe nicht.

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