Flüchtlingscontainer in Hamburg ausgebrannt

Flüchtlingscontainer in Hamburg ausgebrannt
Sozialbehörde: Kein fremdenfeindlicher Hintergrund
Eine Flüchtlingsunterkunft im Hamburger Stadtteil Sülldorf ist am Samstag abgebrannt. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

Es besteht der Verdacht auf Brandstiftung. Einen fremdenfeindlichen Hintergrund schließt die Sozialbehörde jedoch aus. Ein am Samstag festgenommener Bewohner aus Ägypten wurde am Sonntag wieder freigelassen. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) sicherte einen umgehenden Neuaufbau zu.

Ein Zeuge hatte eine zufällig am Brandort vorbeifahrende Rettungswagenbesatzung auf das Feuer aufmerksam gemacht. 14 zweigeschossige Wohncontainer waren in Brand geraten. Die 28 Bewohner wurden noch in der Nacht in einem leerstehenden Gebäude untergebracht. Sechs Container blieben bewohnbar.

Die Wohnunterkunft besteht seit 1994 und hält derzeit 364 Plätze zur Unterbringung von Flüchtlingen und Wohnungslosen bereit. Neben den Pavillonhäusern wurden im September letzten Jahres auch Wohncontainer errichtet. Die Erweiterung der Einrichtung um weitere 288 Plätze soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

Die Beamten hatten einen 19-jährigen Bewohner aus Ägypten vorläufig festgenommen. Nach Ermittlungen des Landeskriminalamtes soll es zwischen ihm und Bewohnern der Unterkunft zu einem Streit gekommen sein. Sein Zimmer wurde nach einem richterlichen Beschluss durchsucht. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der junge Mann entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

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