Evangelische Jugendhilfe: Flüchtlingsmädchen besser schützen

Ein Flüchtlingskind aus Syrien wartet an der Anmeldestelle innerhalb der Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund.

Foto: dpa/Ina Fassbender

Ein Flüchtlingskind aus Syrien wartet an der Anmeldestelle in der Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund.

Evangelische Jugendhilfe: Flüchtlingsmädchen besser schützen
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit hat zum Weltmädchentag (11. Oktober) auf die schwierige Situation von geflüchteten jungen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht.
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Sie bräuchten hier "einen besonderen Schutz und spezifische Hilfeangebote", heißt es in einer Mitteilung, die am Freitag in Stuttgart veröffentlicht wurde. Für diese Mädchen müssten spezielle Schutzräume zugänglich sein, ihre Teilnahme an Angeboten für Mütter mit Kindern müsse möglich sein.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft verwies auf Daten von der Behörde Eurostat, wonach 2014 64.000 geflüchtete Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 17 Jahren in Deutschland registriert waren. Die Zahlen für das Jahr 2015 dürften deutlich höher liegen.

Für die Mädchen und jungen Frauen müsse auch "eine Beratung und Begleitung durch gut qualifizierte weibliche Fachkräfte gewährleistet werden", denn diese Gruppe drohe angesichts der Überzahl von Männern in den Flüchtlingseinrichtungen "unsichtbar" zu werden. Auch sei die getrennte Unterbringung ein Schutz vor sexuellen Übergriffen und sexueller Gewalt.

Die Vereinten Nationen haben vor drei Jahren den 11. Oktober als "International Day of the Girl Child" ins Leben gerufen. Er soll auf die Herausforderungen und Probleme, mit denen Mädchen in aller Welt konfrontiert sind, aufmerksam machen. 

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