Medizinische Hilfe für Ostafrika

Medizinische Hilfe für Ostafrika
humedica eröffnet Gesundheitsstation im äthiopischen Flüchtlingslager Kobe
Die Hilfsorganisation humedica erweitert ihre Aktivitäten am Horn von Afrika und eröffnet Anfang September eine neue Gesundheitsstation im 40.000 Menschen großen Flüchtlingslager Kobe an der äthiopisch-somalischen Grenze. Seit der schweren Hungersnot im Jahr 2011 leben in dieser Region insgesamt mehr als 200.000 Flüchtlinge aus Somalia, die bis heute auf Unterstützung angewiesen sind.

Im Fokus der neuen Gesundheitsstation stehen die Arbeitsbereiche Schwangerschaftsvorsorge und Impfmedizin. humedica richtet sich damit an die Zielgruppe Frauen und Kinder unter fünf Jahren, die die größte und schwächste Gruppe der Flüchtlingsbevölkerung darstellen. Voraussichtlich 250 Patienten können pro Woche von den lokalen humedica-Mitarbeitern in der neuen Gesundheitsstation behandelt werden. Das dafür extra aus Deutschland importierte Ultraschallgerät verbessert die Vorsorgemöglichkeiten für werdende Mütter zusätzlich.

Das Lager Kobe liegt in unmittelbarer Nähe zum Flüchtlingscamp Melkadida, wo humedica bereits seit 2011 umfassende Hilfe durch eine Gesundheitsstation und die Verteilung dringend benötigter Hilfsgüter leistet. "Die Situation in den Flüchtlingslagern an der äthiopisch somalischen Grenze ist auch vier Jahre nach der Dürrekatastrophe noch immer bestürzend. Ernteausfälle, andauernde Clankämpfe und die Präsenz der Terrormiliz Al Shabaab hindern die Menschen daran, in ihre Heimat Somalia zurückzukehren und zwingen sie zu einem Leben im Flüchtlingslager", skizziert die projektverantwortliche humedica-Mitarbeiterin Linda Zimmermann die Situation.

humedica reagiert mit der neuen Gesundheitsstation auf Bitten der äthiopischen Regierung und dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), die humanitären Hilfsmaßnahmen am Horn von Afrika auszuweiten und zu mehr medizinischen Anlaufstationen für die Flüchtlinge beizutragen. 

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