Adventisten lehnen Ordination von Frauen ab

Adventisten lehnen Ordination von Frauen ab
Bei den Siebenten-Tags-Adventisten dürfen auch weiterhin Frauen nicht zu Pastorinnen ordiniert werden.

Das haben die knapp 2.400 Delegierten auf der noch bis Samstag tagenden weltweiten Generalkonferenz im texanischen San Antonio in den USA mehrheitlich entschieden. Nach Angaben der Weltorganisation der Siebenten-Tags-Adventisten sprachen sich nach langer Debatte rund 1.400 Delegierte gegen die Frauenordination und knapp 1.000 dafür aus.

Die Frage der Frauenordination wird in der protestantischen Freikirche, die nach eigenen Angaben weltweit rund 18,5 Millionen Mitglieder hat, schon seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. So stand in San Antonio auch nicht die Entscheidung über eine weltweit einheitliche Regelung an. Die Delegierten stimmten über die Frage ab, ob die 13 überregionalen Kirchenleitungen selbst darüber entscheiden dürfen, ob sie Frauen zu Pastorinnen ordinieren oder nicht.

Biblische Belege für und gegen die Frauenordination

Der geheimen Abstimmung in San Antonio sei eine sechsstündige Diskussion unter den Delegierten vorangegangen, berichteten die Adventisten. Die Diskussion sei immer wieder für Gebete unterbrochen worden. Den Delegierten lagen unter anderem die Dokumente einer eigens eingerichteten "Studienkommission zur Theologie der Ordination" vor. Diese hatte zwar unter anderem die biblischen Belege für und gegen die Frauenordination aufgelistet, sie hatte aber letztendlich keine Empfehlung für ein Ja oder ein Nein gegeben.

Die Siebenten-Tags-Adventisten sind eine weltweite Freikirche. Die Mitglieder glauben an die baldige Wiederkehr von Jesus Christus, sehen den Samstag (Sabbat) als Ruhetag und praktizieren die Erwachsenentaufe.

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